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Individualpädagogische Lebensgemeinschaft Köln
 
  Individualpädagogische Lebensgemeinschaft Köln - QuoVadis - Jugendhilfe Projekt
Die Lebensgemeinschaft

Die individualpädagogische Lebensgemeinschaft bietet Platz für zwei Jugendliche. Jeder der Jugendlichen hat ein eigenes Zimmer. Für das familiäre Zusammenleben steht, neben den selbst genutzten Zimmern, ein großzügiger Wohnbereich mit Dachterrasse zur Verfügung.

Die beiden Betreuer wohnen zusammen mit den Jugendlichen in einem Haushalt. Dadurch ist für die Jugendlichen Kontinuität, sowie die permanente Verfügbarkeit von zwei Ansprechpartnern bzw. Vertrauenspersonen gewährleistet.

In der Gemeinschaft können die Jugendlichen Familienleben leben und erleben. Sie werden in die alltäglichen Lebenssituationen mit einbezogen. Dabei wird ihnen geboten, die Möglichkeit neue Modelle für Elternschaft, Partnerschaft und Außenbeziehungen kennen zu lernen.

Eine Kompetenz ist die Aufarbeitung von sexuellen Abweichungen, Missbrauch und Coming-Out.
Die homosexuelle Orientierung der Betreuer weckt i.d.R. das Interesse der Jugendlichen. Durch den offenen Umgang mit diesem Thema fällt es den Jugendlichen leichter Vertrauen zu fassen und mit den Betreuern über eigene Sorgen und Ängste zu sprechen.
Deshalb eignet sich diese Betreuungsstelle besonders für Jugendliche in der sexuellen Orientierungsphase.

Heterosexuelle Jugendlichen lernen für sich selbst einen toleran-teren Umgang und ein selbstbewussteres Auftreten ohne Vorurteile.

Als homosexuelles Paar müssen die Betreuer selbst mit Vorurteilen und Ausgrenzung umgehen. Die Betreuer können aus eigenem Erleben und an persönlichen Beispielen viele Probleme der Jugendlichen vergleichen und adäquate, gewaltfreie Lösungen aufzeigen.

Das Zusammenleben mit den Jugendlichen ist in der Regel langfristig angelegt. Die hieraus resultierende Konstante im Leben der Jugendlichen hilft Ihnen, die eigene Situation zu beruhigen und neue Stabilität zu erfahren.

Den Jugendlichen wird ein klar strukturierter Alltag geboten, der durch den kontinuierlichen intensiven Kontakt zu den Betreuern geprägt ist. Probleme und Sorgen der Jugendlichen können besprochen und aufgearbeitet werden. Die langfristige Zielsetzung ist es, den Jugendlichen auf sinnerfülltes selbst verantwortliches Leben vorzubereiten, das ihren persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht.

Ein wichtiger Bestandteil des Zusammenlebens ist Urlaub. Es wird gerne mit den Jugendlichen verreist, um die Ferien für gemeinsame Unternehmungen zu nutzen.

Dabei wird versucht, möglichst zeitnah nach der Aufnahme einen Urlaub oder einen mehrtägigen Ausflug einzuplanen.
Hierbei haben alle Beteiligten die Möglichkeit in einer entspannten Atmosphäre sich kennen zu lernen und fernab von Alltagssorgen eine unbelastete tragfähige Beziehung aufzubauen.
Deshalb ist hier auch ein potenzielles Reiseprojekt denkbar.

Wir arbeiten seit mehreren Jahren in der individualpädagogische Jugendhilfe und haben schon einige Jugendliche erfolgreich betreut und in die Verselbstständigung entlassen.

Betreuer
  • Dipl. Pädagoge (Studium an der Universität zu Köln)
    mit 7 Jahre Erfahrung als Leiter eines Kinder- und Jugendzentrums,
    mit Fortbildungen im Bereich Spiel- und Erlebnipädagogik bzw. Sexualaufklärung, mehrere Jahre Berufserfahrung in Heimen und Wohngruppen
    mehrerer Jahre Berufserfahrung in Heimen und Wohngruppen
  • Systemadministrator, Informatiker für Onlineplattformen im Bereich Bildung und Erziehung, mit mehreren Jahren Erfahrung in der Jugendbetreuung, Erfahrungen im Umgang mit Medien, kompetenter und verantwortungsvoller Ansprechpartner für Online -Comunities wie z.B. Facebook oder Online-Rollenspiele
  • eine zusätzliche Hifskraft
Die Wohnung und die Umgebung

Bei der Betreuungsstelle handelt es sich um eine großzügig geschnittene Fünf-Zimmer-Wohnung im Kölner Süden.
Die Penthouse-Wohnung liegt in der elften Etage mit Blick über die Dächer von Köln. Sie besitzt eine Dachterrasse, zwei Balkone und zwei Bäder, direkt am Rhein. Das eigene Zimmer wird von den Jugendlichen mit Hilfe und Absprache weitestgehend selbstständig gestaltet.

Die Südstadt von Köln ist einer der beliebtesten Stadtteile, mit diversen Sport- und Freizeitmöglichkeiten.

Durch unsere mehrjährige Arbeit mit sozial auffälligen Jugendlichen besteht ein breites Netz aus zuverlässigen und kompetenten Ärzten, Therapeuten, Förderlehrern und soziale Institutionen.

Die Betreuer stehen in engem Kontakt mit anderen individualpädagogischen Projektstellen und tauschen sich mit diesen regelmäßig aus.

Die Wohnung ist nach den gesetzlichen Vorgaben rauchfrei. Im Umgang mit Sucht arbeiten die Betreuer gegebenenfalls mit Einrichtungen, wie der Drogenhilfe oder B.I.S.S. zusammen.

Schulen

Es gibt eine sehr gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Die Haltestellen von Bus und Stadtbahn sind 300m von der Wohnung entfernt. Alle Schulformen sind dadurch für Jugendlichen in kurzer Zeit zu erreichen. Insbesondere mit der Förderschule Sülzgürtel gibt es gute Erfahrungen.

Vorteile des Standorts Köln

Der Standort gibt den Jugendlichen die Möglichkeit in betreuter Umgebung mit den Versuchungen und den damit verbundenen Risiken einer Großstadt umzugehen. Hier haben sie die Chance sich diesen Herausforderungen zu stellen. Im Gegensatz zur reizfreien Umgebung vieler Projektstellen wird das Konzept verfolgt, Jugendliche nicht von allem fern zu halten, sondern mit ihnen zusammen Probleme zu sehen, zu erkennen und zu verarbeiten. Im Alltag können diese Erlebnisse besprochen werden, um Schutzmechanismen zu erarbeiten. So lernen die Jugendlichen den richtigen Umgang im wahren Leben und werden nach Abschluss der Maßnahme nicht unvorbereitet aus dem pädagogisch geschützten Raum entlassen.

Freizeitgestaltung und Kulturelles

Köln bietet im Gegensatz zu ländlichen Gebieten ein fast unerschöpfliches Angebot an spannenden Aktivitäten. So kann man selbst introvertierten Einzelgängern die passende Freizeitbeschäftigung ermöglichen.
Die Vielfalt der Möglichkeiten erlaubt es den Jugendlichen sich eine Beschäftigung zu suchen, die er gerne ausübt und die als pädagogisch sinnvoll erachtet wird.
Es gibt viele Sportvereine, Kinos, Theater und auch interessante Museen, wie z.B. das Odysseum oder das Schokoladenmuseum, an denen Jugendliche freiwillig Interesse zeigen.
Im sportlichen Bereich gibt es nahezu für jede Sportart den passenden Verein. Köln profitiert hierbei ganz besonders von der Sporthochschule. Deren Sportangebote sind auch von Nicht-Studenten besuchbar.
Die Betreuungsstelle ist seit vielen Jahren in einer Tanzschule aktiv, deren Hip-Hop Formation bereits mehrfach deutsche Meister geworden ist. Durch die eigene Begeisterung und motivierte Trainer, konnten schon mehrere Jugendliche bei den unterschiedlichsten Tanzkursen angemeldet werden.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab einem Alter von 10 Jahren, die einen erhöhten individuellen Betreuungsbedarf haben und z.B. unter Angst- oder Bindungsstörungen leiden. Es wird Platz für zwei Jugendliche geboten, die in der Projektstelle leben möchten.
Die Betreuungsstelle bietet den Jugendlichen ein verlässliches soziales System.
Es werden insbesondere Jugendlichen aufgenommen, mit

  • der Erfahrung der schweren Vernachlässigung, dem häufigen Wechsel der Betreuung, der körperlichen, psychischen und sexuellen Gewalterfahrung
  • Störungen aufgrund frühkindlicher Entwicklungsstörungen, massiven Störungen der Eltern-Kind-Beziehung
  • Reaktionen auf schwere Belastungen, Anpassungsstörungen und posttraumatischen Belastungsstörungen, auf ein außergewöhnliches belastendes Lebensereignis oder eine besondere Veränderung im Leben als direkte Folge der akuten schweren Belastung oder des kontinuierlichen Traumas, wie z.B. sexueller Missbrauch oder Trauerfall
  • Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen, wie zB. unbeständige zwischenmenschliche Beziehungen, Impulsivität, Autoaggression, chronische Gefühle von Leere und Langeweile, Depressionen, Bindungsarmut und Bindungslosigkeit
  • sexueller Ambivalenz und Jugendliche in der Coming-Out-Phase
Pädagogische Ansätze

Besonders wichtig ist hier der familienorientierte Ansatz, in dem ein respektvoller, harmonischer und freundlicher Umgang das Miteinander bestimmt.

Die Regeln des Zusammenlebens - und Konsequenzen bei Nichteinhaltung - erarbeiten wir zusammen mit den Jugendlichen. So kann ganz gezielt auf die Besonderheiten des Einzelnen eingegangen werden.

Abhängig von den individuellen Erfahrungen und der Geschichte des Jugendlichen sind weitere Punkte wichtig:

  • Förderung der positiven Erlebnisfähigkeit, des Selbstvertrauens und der Selbstständigkeit
  • Aufbau einer vertrauensvollen und persönlichen Bindung zu den Erziehenden
  • Aufbau und Pflege sozialer Kontakte außerhalb des Haushalts
  • Gewaltfreier Umgang mit Konflikten und deren Bewältigung
  • möglichst realitätsnahes Alltags- und Familienleben
  • Vermittlung sozialer Kompetenz
  • Bewusstsein für die persönlichen Fähigkeiten und Talente entwickeln

Neben der emotionalen Entwicklung, werden auch lebenspraktische Fähigkeiten vermittelt, wie

  • regelmäßige Schulbesuche, bzw. Einhaltung von Arbeitszeiten bei Beruf und Praktika
  • ein strukturierter Alltag, den die Jugendlichen unter Anleitung planen
  • Förderung der körperlichen Gesundheit, z.B. durch Sport
  • verantwortungsbewusster Umgang mit Geld
  • Übertragung von eigenverantwortlichen Aufgaben
  • Haushaltsführung
Zielsetzung

Die Ziele der Maßnahme werden gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt vereinbart und könnten z.B. sein:

  • Abklärung des Hilfebedarfs, des therapeutischen Bedarfs, der schulischen und beruflichen Möglichkeiten
  • Unterstützung der Entwicklung von Lebensperspektiven insbesondere in Bezug auf die gesundheitliche, soziale, schulische, berufliche und wirtschaftliche Zukunft.
  • Klärung der Beziehungen des Kindes/Jugendlichen zur Herkunftsfamilie.
  • Zusammenarbeit mit Träger und Jugendamt im Hilfeplanverfahren
  • Einhaltung der im Hilfeplan festgelegten Regeln und Schritte zur Zielerreichung
  • Regelmäßige Fortbildungen, die Teilnahme an den kollegialen Beratungsteams sowie die Inanspruchnahme von Supervision sind für eine Selbstverständlichkeit.

Es wird den Vertretern des Trägers jederzeit ein Zugriffsrecht auf die Räumlichkeiten gewährt.

Ausschlusskriterien
  • akute Abhängigkeit von harten Drogen
  • hohe Gewaltbereitschaft gegenüber Betreuern
  • körperliche Behinderung, je nach Schwere des Falls
  • Brandstifter
  • „Kletterer“, da die Wohnung im 13. Stock mit Balkon liegt
  • Hundehaarallergie
Nachbetreuung

Der Verbleib der Jugendlichen in der individualpädagogischen Betreuungsstelle ist bis in das frühe Erwachsenenalter möglich.

Betreutes Wohnen und Nachbetreuung sind weitere mögliche Begleitformen in die Selbständigkeit. Die jungen Erwachsenen sollen auch in dieser Phase auf die vertrauten Betreuer zurückgreifen können.


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