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Lebensgemeinschaft Rureifel
 
  Lebensgemeinschaft Rureifel - QuoVadis - Jugendhilfe Projekt
Zielgruppe

Betreuung von bis zu drei Kindern bzw. Jugendlichen innerhalb einer familiären Gemeinschaft. Das Angebot richtet sich an Kinder/Jugendliche mit verschiedenen Verhaltens- und Entwicklungsstörungen die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können und eines dauerhaften, individuellen und familiären Bezugsrahmens bedürfen. Die Unterbringung kann bis ins frühe Erwachsenenalter und bis zur Erreichung der größtmöglichen Selbstständigkeit erfolgen. Je nach individuellem Fall ist eine jederzeitige Rückführung in die Herkunftsfamilie möglich.

Standort

Das große Einfamilienhaus mit einem 500 qm Grundstück befindet sich in einem verkehrsberuhigten, ländlich gelegenen Eifelort. Grundschule und Kindergarten befinden sich im Ort, weiterführende Schulformen in unmittelbarer Nähe mit einer guten Verkehrsanbindung. Ebenso sind Sporteinrichtungen, Musikschule, Reitmöglichkeiten und Vereine vor Ort oder in der Nähe. Vielfältige
Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und des Naturerlebens sind gegeben. Mit seinen schroffen Felsen, Tälern,und Wäldern bietet der Nationalpark viele unterschiedliche Landschaftsbilder.

Räumlichkeiten

Allen Bewohnern steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung, so dass Individualität und Intimität gewährleistet sind. Die Möblierung mit der Möglichkeit der individuellen Gestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen.
Alle Gemeinschaftsräume der Lebensgemeinschaft sind selbstverständlich mit zu nutzen. Am Haus befindet sich eine große Garage, die zum Werken, Bauen, Experimentieren und Reparieren genutzt werden kann. Die Wiesenfläche rund ums Haus ist individuell nutzbar für Ballspiele, Trampoline, für Wasserspiele im Sommer, zum Spielen mit Hund und Katze oder einfach zum Toben, Sonnen und Ausruhen. Der Garten bietet auch Platz und die Möglichkeit zum Anpflanzen und Arbeiten. Ein Hobbyraum im Keller bietet vielfältige Möglichkeiten (Tanzen, Malen, Theaterspielen usw.). Eine Sauna im Haus rundet das Angebot ab. Zwei Pkws sind vorhanden.

Betreuer/ Lebensgemeinschaft

Das betreute Kind bzw. der Jugendliche lebt gemeinsam mit seinen Betreuern und deren Tochter in der Lebensgemeinschaft. Zur Familie gehören weiterhin ein Hund und eine Katze. Bei den Betreuern handelt es sich um eine staatlich anerkannte Erzieherin mit langjähriger Berufserfahrung und ihrem engagierten Ehemann.
Beide verfügen über vielfältige Erfahrungen im Umgang mit schwierigen Kindern und Jugendlichen. Sie haben Erfahrungen im Aushalten und Gestalten von Alltag im Sinne von Konstanz und Belastbarkeit. Zu den familiären Ressourcen zählen unter anderem die eigene Naturverbundenheit, die Begeisterung und Aktivität im Vereinssport sowie das Reiten.

Pädagogisches Konzept
Leitziel / Grundsätzliche Ziele

Unser Ziel ist eine möglichst selbstbestimmt, eigenverantwortlich denkende und handelnde Persönlichkeit, die in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen und Ideen zu entwickeln, damit sie sich als Erwachsene selbstbewusst in die Gesellschaft eingliedern kann.

  • Bindung aufbauen, auf der sich Vertrauen entwickeln kann
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Aufbau eines positiven, realistischen Selbstwertgefühls
  • Aufbau sozialer Kompetenzen
  • Erlernen von lebenspraktischen Fähigkeiten (Umgang mit Geld,Hygiene)
  • Entwicklung von Moral und einem Bewusstsein für Werte
  • Umgang mit Konflikten, Frustrationen und Schwierigkeiten erlernen
  • Kreativität und Phantasie anregen bzw. wecken
  • Förderung der sprachlichen, kognitiven, motorischen,emotionalen und künstlerischen Fähigkeiten (orientiert am Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes)
  • Bewusstmachung eigener Stärken und Schwächen
  • Ganzheitliches Lernen
  • Motivation, Eigenaktivität anregen und Neugierde wecken
  • Eltern in die Arbeit einbeziehen, Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie
  • Gesunde Ernährung
  • Regelmäßige Schulbesuche, Ausbildung
  • Gezielte Freizeit- und Feriengestaltung
  • Verselbstständigung
Methodische Umsetzung

Das Kind/der Jugendliche erlebt das alltägliche Zusammenleben innerhalb einer Familie mit liebevoller, kontinuierlicher, zuverlässiger,pädagogischer Begleitung. In einer reizarmen, ruhigen Umgebung begegnen ihm konstante, erzieherisch konsequente Bezugspersonen.

Der Tagesablauf ist klar und überschaubar strukturiert. So erfährt das Kind Kontinuität und Rhythmus, diese geben ihm Sicherheit. Die Einhaltung von Regeln, erkennen und akzeptieren von Grenzen und die Übernahme von Verantwortung für sich und andere wird im Familienverbund erlebt und erfahren.

Durch Partizipation im täglichen Zusammenleben erhält das Kind/der Jugendliche die Möglichkeit sich als Teil einer Gemeinschaft zu erleben, die sich für es/ihn interessiert in der es/er sich angenommen
und wertgeschätzt fühlt. Besonders förderlich für eine positive Entwicklung ist die ruhige, naturnahe Atmosphäre, der Kontakt zu den Tieren (Einbeziehung in Anschaffung und Pflege) und das Erleben von tragfähigen, verlässlichen Beziehungen. Auf dieser sicheren Grundlage kann das Kind oder der Jugendliche seine emotionalen und sozialen Defizite aufarbeiten, Vertrauen aufbauen sowie neue Perspektiven und Verhaltensmuster entwickeln. Der Alltag birgt vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation.

Durch Anregung zur Diskussion/Auseinandersetzung, in denen es gilt Kompromisse auszuhandeln, erlernt das Kind, eine Streitkultur zu entwickeln und zu leben.
Interessen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Talente können entdeckt und entwickelt werden und fördern die Ausformung eines positiven, realistischen Selbstbildes. Das Kind erlebt, dass es etwas verändern und schaffen kann (Selbstwirksamkeit). Erreicht wird dies durch die Einbindung in alltägliche Arbeiten wie kochen, backen, Tiere versorgen, Tisch decken , Gartenarbeit, durch kreative Angebote im Haus ( töpfern, malen, werken, fotografieren), die Schaffung von positiven Erlebnissituationen durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Ausflüge in die Natur, Museumsbesuch, Theater, Zoobesuch, Radtour etc. Die Möglichkeit und Hinführung zur Mitwirkung in einem Verein oder die Teilnahme an sportlichen bzw. künstlerisch oder musischen Angeboten können ebenfalls zu einer gesunden Entwicklung beitragen. Der Aufbau und die Pflege von Kontakten und Freundschaften außerhalb der Familie wird ermöglicht, gefördert und unterstützt.

Unter Berücksichtigung von Alter und individuellem Entwicklungs-stand ist die Auseinandersetzung mit der Ursprungsfamilie und den bisherigen Erfahrungen für die Bildung eines guten Selbstwertgefühls von Bedeutung. Unterstützt wird dies durch die enge Zusammenarbeit mit entsprechenden Therapeuten, regelmäßiger Beratung mit dem betreuenden Koordinator, dem Jugendamt und wenn möglich durch regelmäßigen Kontakt zur Herkunftsfamilie. Bei der Elternarbeit ist eine wertschätzende, partnerschaftliche Grundhaltung und die Berücksichtigung der jeweiligen familiären Ressourcen, Voraussetzung für ein gutes Gelingen. Es steht jedoch immer das Wohl und der Schutz des Kindes/Jugendlichen im Vordergrund, wenn notwendig ist eine konsequente Grenzsetzung erforderlich.

Qualität und Aufsicht

Die Qualität der Betreuung ist durch regelmäßig, halbjährlich stattfindende Hilfeplangespräche, der kontinuierlichen Erstellung von Dokumentationen bzw. Erstellung und Überprüfung eines Erziehungsplanes gewährleistet. Die Betreuer legen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie, der Schule bzw. dem Ausbildungsplatz.
Durch regelmäßige Hausbesuche durch einen Koordinator wird die Lebensgemeinschaft unterstützt und begleitet.
Hilfreich und angestrebt sind auch die Vernetzung und der Austausch mit dem zuständigen Jugendamt, Therapeuten, Ärzten und mit anderen Projektstellen des Trägers.
Die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen ist selbstverständlich.


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