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  QuoVadis - Jugendhilfe Projekte

 

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Lebensgemeinschaft Legden
 
  Lebensgemeinschaft Legden - QuoVadis - Jugendhilfe Projekt
Setting

Das Haus, ein Bahnhofsgebäude, ist trotz der ländlichen Lage sehr günstig gelegen. Zum Dorfkern benötigt man ca. 5 Minuten Fußweg.Im direkten Umfeld befinden sich diverse Einkaufsmögichkeiten, ein Jugendtreff und ein Sportplatz, an dem eine Vielzahl von Sport wie z.B. Fußball, Badminton, Basketball sowie Freizeitmöglichkeiten angeboten werden.
Die infrastrukturelle Anbindung ist sehr gut. In regelmäßigen Abständen fahren Busse und Züge in die benachbarten Orte. Alle Schulformen, sowie das Berufsorientierungszentrum (BOZ) und die Berufsorientierungsstätte (BBS) sind vor Ort vorhanden bzw. können mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Sonderpädagogische Schulen sind ebenfalls vorhanden. Eine Reithalle in der u.a. therapeutisches Reiten angeboten wird, befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Die Räumlichkeiten

Die Wohnräume befinden sich im Obergeschoss eines alleinstehenden Zweifamilienhauses. Die Wohnung ist ca. 75 qm² groß, möbliert und unterteilt in 2 Schlafzimmer, ein Betreuerzimmer, Wohnzimmer, Küche,Bad und einen kleinen Abstellraum. Im Untergeschoss wohnt die Betreuerfamilie, dadurch werden den Jugendlichen die Anbindung und die Teilnahme an das Familienleben ermöglicht.
Angrenzend befindet sich eine eingerichtete Werkstatt, die für Metall und Holzarbeiten sowie Reparaturarbeiten an Roller und Mofa genutzt wird.
Ein 11000 qm² grosses anliegendes Grundstück inkl. abgetrennter Weide mit Ponys und Ziegen, steht für Freizeitaktivitäten wie Grillen, Federball, Fussball oder Zelten zur Verfügung.

Betreuungssetting

Das Projekt wird von einem engagierten Ehepaar betreut. Der Projektleiter ist ausgebildeter staatlich anerkannter Jugend- und Heimerzieher und Erlebnispädagoge. Jahrelange Berufserfahrung in der stationären Heimerziehung und auch in der Erziehungsbeistandschaft war ein Teil der ausgeübten Tätigkeiten. Zusätzlich verfügt er über eine abgeschlossene Ausbildung zum Tischler mit achtjähriger Berufserfahrung.
Im Haus befindet sich eine gewerblich genutzte Tischlerei. Hier besteht die Möglichkeit für Jugendliche ein anerkanntes Praktikum durchzuführen. Bei Bedarf können weiter pädagogische Kräfte hinzugezogen werden. Eine wesentliche Stärke dieses Projektes liegt in dem überschaubaren Beziehungsgefüge im konstanten sozialen Umfeld. Da keinerlei Fluktuation der Mitarbeiter besteht, wird die Kontinuität des Beziehungsangebots sichergestellt.

Auftragsgrundlage

Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in unserem Haus basiert auf der Rechtsgrundlage des § 27 i.V.m. § 34 SGB VIII. Die Aufnahme setzt einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung durch die Personensorgeberechtigten und eine entsprechende Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII voraus.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene,

  • die nicht oder nicht mehr in Familien- und Gruppenerziehung leben wollen, sollen oder können
  • die der intensiven Einzelbetreuung bedürfen bzw. die eine besonders intensive Einzelbetreuung und eine hohe Frequenz von Betreuungsterminen benötigen
  • die aufgrund ihrer individuellen Problematik eine konstante Vertrauensperson und eine ständige Rufbereitschaft benötigen
Aufnahme

Bei der Aufnahme in diesem Haus sind vor allem zwei Voraussetzungen wesentlicher Bestandteil. Zum einen muss sich der/die Jugendliche nach einem persönlichem Gespräch, aus freien Stücken für unsere Maßnahme entscheiden. Zum anderen werden sämtliche Berichte, Gutachten etc. hinzugezogen, um eine optimale gezielte Hilfeleistung und Unterbringung zu ermöglichen.
In einem Hilfeplangespräch wird der komplexe Hilfebedarf festgestellt und die Betreuungsvereinbarungen getroffen.
Wichtig ist das der/die Jugendliche an allen Schritten des Aufnahmeverfahrens beteiligt wird. Im Bereich der Partizipation hat der junge Mensch ebenfalls die Möglichkeit sich an den Koordinator des Trägers sowie an ihr/sein zuständiges Jugendamt zu wenden. Regelmäßige Auswertungsgespräche durch den Koordinator des Trägers werden mit dem jungen Menschen geführt. Für etwaige Beschwerden liegen die Telefonnummern für die genannten Institutionen in den Räumlichkeiten der Jugendliche/en vor.
Die Berichtserfassungen für die terminlich festgelegten Hilfeplangespräche werden mit dem Jugendliche/en durchgesprochen und ausgewertet.

Zielsetzung

Grundsätzlich steht das Ziel der Verselbstständigung im Vordergrund der Arbeit. Die Förderung und Unterstützung der jungen Erwachsenen sollen sie/ihn von staatlicher und vor allem finanzieller Unterstützung unabhängig machen. Wichtig ist vor allem, dass mit jedem Jugendlichen nach einem bestimmten Verselbstständigungskonzept gearbeitet wird.

Persönlichkeitsentwicklung
  • Förderung der Eigenverantwortung
  • Förderung der Selbständigkeit
  • Aufbau des Selbstwertgefühls
  • Anbieten von Alternativen zu erlernten negativen Verhaltensmustern
  • Gemeinschaftsgefühl stärken
Elternarbeit
  • Im Mittelpunkt der Elternarbeit steht der/die Jugendliche mit seinen Interessen und Bedürfnissen
  • Förderung und Neuorientierung zum Herkunftssystem
  • Beurlaubung wenn gewünscht
  • Regelmäßige Kontakte zu relevanten Bezugspersonen der Schul- und Ausbildungsförderung
  • individuelle Unterstützung
  • Regelmäßige Kontakte der Betreuer zu den Lehrkräften Freizeitgestaltung
  • Sportangebote
  • begleitete Kletter- und Kanutouren
  • Förderung der Kreativität
  • Förderung von sozialen Aussenkontakten
Projektarbeit

Um mit dem Jugendlichen zielorientiert zu arbeiten und positive Resultate der eigenen Arbeit erfahren zu können, bieten wir regelmässige Projekte zu verschiedenen Themen an.

  • Erlebnispädagogische Unternehmen wie z.B. klettern, Kanufahren oder Orientierungsläufe
  • Arbeiten und werken mit Holz und Metall in der anliegenden eingerichteten Werkstatt bieten ein ideales Terrain für Kreativität
  • die Gestaltung der eigenen Räumlichkeiten
  • Bastlerarbeiten an Zweirädern (z.B. Roller/ Fahrräder) fördern nachweislich die Konzentrationsfähigkeit und das Selbstwertgefühl
  • des weiteren stehen in der Werkstatt sämtliche Alternativen des Werkens offen
Methoden

Je nach Gegebenheit des Einzelfalles kommen folgende Methoden zur Anwendung:

  • Ausarbeiten von Zukunftsperspektiven
  • Intensive Betreuung bei der Verselbstständigung in der eigenen Wohnung
  • Unterstützung bei Schule und Beruf/Ausbildung
  • aktive Unterstützung bei der Freizeitgestaltung und bei finanziellen sowie bürokratischen Angelegenheiten
  • Vermittlung lebenspraktischer Fähig- und Fertigkeiten
  • Unterstützung bei persönlichen Problemen und Beziehungskrisen
  • Selbsterfahrung durch Erlebnispädagogik
  • Selbsthilfeplan
  • Förderung und Vermittlung gestalterischer Fähigkeiten
Qualitätssicherung
  • Tägliche Einzelbesprechungen zur Bewältigung des Tagesablaufes
  • Kontinuierliche Fallbesprechungen und regelmäßige Überprüfung der Erziehungsplanung
  • Regelmäßige Projektbesuche und Beratungsgespräche mit der Koordination
  • Regelmäßiger Austausch mit dem/der Fallbearbeitern des zuständigen Jugendamtes
  • Austausch mit Kollegen anderer Einrichtungen von QuoVadis
  • Supervision
  • Fortbildungen
  • Dokumentation

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