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Lebensgemeinschaft Alpen
 
  Lebensgemeinschaft Alpen - QuoVadis - Jugendhilfe Projekt

Die Lebensgemeinschaft bietet bis zu 3 Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen Problematiken die Möglichkeit einer längerfristigen Unterbringung mit individuellen Zukunftsperspektiven.
Die Kinder und Jugendlichen werden von einem Betreuerehepaar individuell versorgt und unterstützt. Außerhalb von den bisherigen Einflüssen haben sie hier die Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen und sich neu zu orientieren.

Die Lage der Lebensgemeinschaft ermöglicht eine Vielzahl von erlebnispädagogischen Möglichkeiten, da Alpen inmitten der Natur, umgeben von weitläufigen Feldern und Waldgebieten liegt. Dennoch liegt sie gut erreichbar in unmittelbarer Nähe zu größeren Städten und dem Ruhrgebiet.
Sowohl in Alpen als auch im näheren Umkreis gibt es unzählige Möglichkeiten, „indoor“- und „outdoor“- Aktivitäten zu gestalten und somit den erlebnis- und freizeitpädagogischen Charakter der Lebensgemeinschaft hervorzuheben.
Die Kinder und Jugendlichen werden in die Anschaffung und Pflege verschiedener Haus- und Hoftiere mit einbezogen, so dass hier neue Vertrauensverhältnisse zwischen dem Kind bzw. Jugendlichen und dem Tier geschaffen werden können.
Die Beziehung und die Übernahme von Verantwortung für ein Tier bestärken die Kinder und Jugendlichen zudem in ihrer Entwicklung. Auch werden die Kinder und Jugendlichen in die täglich anfallenden Arbeiten, auf freiwilliger Basis und je nach ihren Möglichkeiten, mit integriert. Die Betreuer (Dipl. Sozialpädagogin/ Dipl. Sozialarbeiterin (FH) und Dipl. Betriebswirt/ Anti- Gewalt- Trainer) sind seit mehreren Jahren individualpädagogisch erfahren.



Die Lebensgemeinschaft

Die Lebensgemeinschaft befindet sich ca. 2 km außerhalb des Ortskerns der kleinen Gemeinde Alpen am Niederrhein.
Die Gemeinde bietet alle nötigen Einkaufsmöglichkeiten und eine gute ärztliche Versorgung (Kinder- und Jugendarzt mit Schwerpunkt ADHS), Hausarzt, Zahnärzte, Physiotherapie und Apotheken).
Durch verschiedene, ortsansässige Vereine (Fußball, Handball, Tennis, Schwimmen, Leichtathletik etc.) und öffentliche Einrichtungen (Gemeindezentrum, Pfadfinder, freiwillige Jugendfeuerwehr) bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Weitere Vereins- und Freizeitmöglichkeiten gibt es gut erreichbar in den umliegenden Ortschaften.

Bei der Lebensgemeinschaft handelt es sich um einen kleinen, ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb mit einem Wohnhaus (ca. 220qm), verschiedenen Stallungen und einem weitläufigen Grundstück (ca. 14.000qm).
In der oberen Etage des Wohnhauses befinden sich die drei großzügig geschnittenen Kinderzimmer (ab 24qm bis 36qm), die hell und freundlich gestaltet und gemütlich eingerichtet sind. Aufgrund ihrer Größe bieten sie viel Platz zum Spielen und sind gleichzeitig aber auch eine gute Rückzugsmöglichkeit.
Direkt zugänglich, durch eines der Zimmer, befindet sich ein separates Schlafzimmer mit Waschmöglichkeit, welches gerade für zu verselbständigende Jugendliche den Charakter einer eigenen Wohnung bietet oder aber auch für die Unterbringung jüngerer Geschwisterkinder geeignet ist, um ihnen die Nähe zueinander zu ermöglichen.
Bei der Einrichtung der Zimmer wird versucht, auf die individuellen Wünsche der Kinder und Jugendliche einzugehen und diese in der Selbstgestaltung ihrer Zimmer zu unterstützen und in ihrer Eigenständigkeit zu fördern.
Desweiteren befindet sich in ein großes Badezimmer direkt auf der Etage, welches von den Kindern und Jugendlichen genutzt wird.
In der unteren Etage befinden sich ein Gemeinschaftsraum und eine große Küche, in der zusammen gekocht wird und die Möglichkeit zum Austausch untereinander besteht.
Direkt daran anschließend befinden sich die Privaträume der Betreuer, so dass diese jederzeit als Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen erreichbar sind.
Hinter dem Wohnhaus befindet sich ein Teil des Gartens mit einer kleinen Terrasse, auf der im Sommer gemütlich zusammengesessen und gegrillt werden kann.
Auf diesem Teil des Grundstücks ist das große Meerschweinchen- und Kaninchengehege, welches von den Kindern und Jugendlichen mit betreut werden kann.
In dem großen Stallgebäude sind die 4 Mini- Shetland- Ponys untergebracht, mit denen auch tiergestützt pädagogisch gearbeitet werden kann, da diese aufgrund ihrer minimalen Größe und Gelassenheit besonders für das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen geeignet sind.
In einem kleinen Nebenstall mit Auslauf werden die hofeigenen Hühner gehalten und versorgt. Auch leben die Hunde der Betreuer mit auf dem Hof.
Bei ehrenamtlichen Tätigkeiten im Tierschutz werden gerade die älteren Jugendlichen eingebunden, wenn der Wunsch danach besteht. Dieses fördert empathische Fähigkeiten und wird gerne von den Jugendlichen angenommen (z.B. Waffelverkauf bei Tierheimfesten).
Die Anschaffung weiterer Hof- und Nutztiere ist geplant; hierbei werden die Kinder und Jugendlichen insofern mit einbezogen, als dass die Möglichkeit besteht, auf Wünsche der Kinder einzugehen (z.B. ein „eigenes“ Meerschweinchen, für das die Verantwortung übernommen wird).
Im eigenen Gemüsegarten können die Kinder und Jugendlichen am Prozess des Lebensmittelanbauens und –erntens teilhaben bzw. auch selber Obst und Gemüse anbauen und ernten.

Schulen

In der Gemeinde Alpen ist der Besuch einer Grundschule, einer Gemeinschafts- Haupt- und Realschule und einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung möglich.
Diese sind zu Fuß oder mit einem Schulbus zu erreichen bzw. liegen 5 Autominuten entfernt.
Sowohl in Xanten als auch in Kamp-Lintfort besteht die Möglichkeit, eine städtische Förderschule zu besuchen. Diese sind über Busverbindungen zu erreichen bzw. 10 Autominuten entfernt.
Berufs(fach)schulen mit vielfältigen Angeboten in Wesel, Moers und Duisburg sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Polizei und der Real- und Hauptschule. Gerade bei straffälligen Jugendlichen besteht hier die Möglichkeit, übergreifend zu agieren und im Bedarfsfall die Polizei in Schulgespräche mit einzubeziehen.

Leistungsbeschreibung:

  • Individual- und erlebnispädagogische Betreuung (auch tiergestützt) in einem professionellen und familiären Umfeld mit klaren Strukturen für männliche Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren bis hin zur Verselbständigung, auch über das 18. Lebensjahr hinaus
  • Personelle Stabilität und Möglichkeit des Aufbaus einer familienanalogen Beziehung durch ständig im Haushalt lebende Fachkräfte
  • Das Kind bzw. der Jugendliche kann bei Gesprächsbedarf jederzeit zwischen 2 Betreuern wählen, spezielle „Jungs-Themen“ können entweder mit dem Betreuer oder der Betreuerin besprochen werden
  • Erlernen und Anerkennen eines strukturierten Tagesablaufes, Unterstützung bei der Erstellung und der Umsetzung
  • Aufbau einer tragfähigen Beziehung zu den Betreuern mit Bezug auf das persönliche Umfeld
  • Alters- und entwicklungsadäquate, freizeitpädagogische Einzel- und Gruppenaktivitäten mit den Betreuern, in Absprache mit den Kindern und Jugendlichen
  • Konsequentes Erziehungsverhalten unter Berücksichtigung der jeweiligen Situation des einzelnen Kindes bzw. Jugendlichen
  • Erlernen der Anerkennung von individuellen Absprachen und Regeln und Umsetzung dieser, auch mit Bezug auf die verantwortungsvolle Übernahme von Aufgaben im Haushalt und in der Versorgung der Tiere
  • Erforschung individueller Fähigkeiten und Stärken der Kinder bzw. Jugendlichen sowie Ausbau und Förderung dieser
  • Unterstützung und Förderung bei der Suche und Durchführung von Angeboten in der Freizeitgestaltung
  • Einzel- Intensivbetreuung in Krisensituationen, Krisenintervention
  • Unterstützung zum regelmäßigen Schulbesuch und dem Einhalten von Vereinbarungen diesbezüglich, enger Kontakt und intensive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulen, Hausaufgabenbetreuung und Aufarbeiten schulischer Defizite, bei Bedarf auch durch geschultes Fachpersonal
  • Möglichkeit der außerschulischen Betreuung durch Schulpädagogen
  • Bei Bedarf kann für ältere Jugendliche der Tagesablauf arbeitsweltorientiert gestaltet werden, d.h. ein praktikumsähnlicher Einblick in den Garten- und Landschaftsbau bzw. in landwirtschaftliche Tätigkeiten ist auf dem eigenen Hof durch die Betreuer möglich. Niederschwelliges Angebot, gerade schulverweigernde für Jugendliche, wieder in eine schul- und ausbildungsbesuchsorientierten Tagesablauf zu finden
  • Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche und während einer möglichen Ausbildung oder weiterem Schulbesuch nach der Regelschulzeit
  • Erlernen eines respektvollen und verantwortungsbewusstenUmganges mit der eigenen Person und mit im Haushalt lebenden Personen; bei Konflikten innerhalb und außerhalb der Lebensgemeinschaft und bei zu Gewalt neigenden/gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen können Elemente des Anti- Gewalt- Trainings mit in die pädagogischen Methoden einbezogen werden. Es besteht die Möglichkeit, dies bei Bedarf außerhalb der Lebensgemeinschaft in einem anderen Umfeld durchzuführen (Jugendzentrum und Kampfkunstschule).
  • Erlernen eines verantwortungsbewussten Umganges mit Tieren und der Natur sowie das Übernehmen von Verantwortung für diese, Möglichkeit zum aktiven Mitgestalten der Lebensräume der Tiere (z.B. der Bau eines neuen Geheges)
  • für die Kinder und Jugendlichen besteht in ihrer Freizeit die Möglichkeit, diese aktiv mit ihren Betreuern zu gestalten und so z.B. „Abenteuer“ zu erleben (zelten, Nachtwanderung, Buden bauen, Fahrrad fahren, etc.), „Jungs- Sachen“ zu machen (Holz hacken, Lagerfeuer) und so Beschäftigungsmöglichkeiten jenseits des multimedialen Einflussbereiches kennenzulernen.
  • Pädagogisch- therapeutisches Arbeiten mit den auf dem Hof lebenden Tieren, Möglichkeit des therapeutischen Reitens mit externem, ausgebildetem Personal und Therapiepferden

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Lebensgemeinschaft und beteiligten Institutionen und Einrichtungen
  • Elternarbeit
  • Erlernen des verantwortungsvollen Umganges mit persönlichem und gemeinschaftlichem sowie fremdem Eigentum
  • Erlernen des verantwortungsvollen Umganges mit Geld
  • Unterstützung bei der schrittweisen Selbstorganisation hin zur Verselbständigung in eine Wohngemeinschaft oder eine eigene Wohnung, Nachbetreuung auch über den Auszug aus der Lebensgemeinschaft hinaus
  • Partizipation der Kinder und Jugendlichen bei sie betreffenden Entscheidungen, Einbeziehung dieser gerade bei der Erstellung von Entwicklungsberichten für stattfindende Hilfeplangespräche, Wünsche und Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen finden explizit Erwähnung in den Berichten
  • Regelmäßiger Austausch über Wünsche und Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen; mindestens wöchentlich stattfindende Einzelgespräche hierzu, auch situationsorientiert
  • Zweiwöchentlich besteht sowohl für die Kinder und Jugendlichen, als auch für die Betreuer die Möglichkeit, persönliche Gesprächsangebote mit der zuständigen pädagogischen Leitung in Form der Koordinatorin des Jugendhilfeträgers zu führen. Diese fungiert auch als „Beschwerdestelle“ für die Kinder und Jugendlichen; telefonischer Kontakt, gerade in Krisensituationen, wird durch die Lebensgemeinschaft jederzeit gewährleistet.

 


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